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Title Subjective Anonymity in Online-Surveys
Year 2007
Access date 31.05.2007
Abstract

The anonymity of the internet is often - especially in the context of online sur­veys - touted as an advantage (Dbring, 2003; Reips, 2002). But anonymity does not depend purely on objective factors. Under the same objective conditions, the manipulation of certain variables can influence subjective anonymity as well as consequent behaviour, For instance, confidentiality or privacy assurances can improve data quality (Durant, Carey & Schoder, 2002). The influence of privacy assurances is also dependent on the topic of the study. Privacy assurances can increase anonymity concerns on general topics; they lead to better data when the topic is sensitive (Singer, 1993).

The following survey focuses on the effects of subjective anonymity. An experi­mental design was used to explore the influence of the existence respectively the wording of privacy assurances on social desirability, data quality and rating of the survey, Two surveys were conducted to analyse the differences between general and sensitive topics, Participants were randomly assigned to one of three conditi­ons (no privacy note, short note, detailed note). Among other questions, Stober's SES-17 (1999) was used to examine social desirability.

The study shows a significant effect of privacy assurance under the same objecti­ve anonymity conditions. Participants who read a privacy note show higher social desirability and rate the survey differently. Additionally, topic sensitivity has an effect. When shown a detailed privacy note, participants give more normative answers to sensitive questions (regarding sexual behaviour); a short privacy note has no influence. When participants in online surveys are not asked for perso­nal data or other information which would identify them, a detailed privacy note seems to influence their answers negatively. Anonymity concerns may arise and decrease subjective anonymity. In summary, detailed privacy notes may be coun­terproductive and should be used with caution.

Abstract - optional

Anonymitat im Internet und speziell bei Online-Untersuchungen wird zumeist als Vorteil dargestelIt (Dbring, 2003; Reips, 2002). Anonymitat kann nicht ausschlier!.­lich an objektive Gegebenheiten festgemacht werden. Bei gleicher objektiver An­onymitat kbnnen durch Manipulation anderer Variablen die subjektive Wahrneh­mung der Anonymitat und die Antworten von Personen beeinflusst werden, z. B. k6nnen Datenschutzhinweise die Datenqualitat verbessern (Durant, Carey & Schoder, 2002). Der Einfluss von Datenschutzhinweisen ist ebenfalls von The-, ma der Untersuchung abhangig. AusfUhrliche Hinweise k6nnen bei allgemeinen Themen sogar BefUrchtungen bezuglich der Anonymitat ausl6sen und somit die Datenqualitat beeintrachtigen. Bei inhaltlich sensiblen Themen wirken sich aus­fUhrliche Hinweise positiv auf die Datenqualitat aus (Singer, 1993).

Der Fokus der Studie liegt auf der subjektiven Anonymitat von Teilnehmerlnnen an Online-Untersuchungen bei gegebener objektiver Anonymitat. In einem Expe­riment wurden die Auswirkungen von unterschiedlich ausfUhrlichen Datenschutz­hinweisen auf die soziale Erwunschtheit, Antwortverhalten und einer Bewertung des Fragebogens untersucht. Zwei Untersuchungen wurden durchgefUhrt, um die Unterschiede zwischen sensiblen und allgemeinen Themen zu berucksichtigen. Teilnehmerlnnen wurden anfangs zufallig einer von drei Bedingungen (kein Hin­weis, kurzer Hinweis oder ausfUhrlicher Hinweis) zugeteilt. Unter anderem wurde die soziale Erwunschtheit mit dem SES-17 (Stober, 1999) untersucht.

Es zeigt sich ein Einfluss der Datenschutzhinweise auf die Antworten bei gleicher objektiver Anonymitat. Personen, die einen Datenschutzhinweis erhalten bzw. gesehen haben, zeigen h6here Werte bei der sozialen Erwunschtheit. Auch die Bewertungen der Untersuchungen werden von den Datenschutzhinweisen beein­flusst. Zusatzlich zeigt sich ein Einfluss der inhaltlichen Sensibilitat des Untersu­chungsthemas. Bei inhaltlich sensiblen Themen (Sexu eli em Verhalten) fUhrt ein ausfUhrlicher Datenschutzhinweis zu einer vermehrten Angabe von "normalem" sexuellem Verhalten. Fur den kurzen Datenschutzhinweis zeigt sich kein signifi­kanter Einfluss.

Bei Online-Untersuchungen, die keine identifizierbaren Daten der Teilnehmerln­nen erfragen, wirken sich ausfUhrliche Datenschutzhinweise negativ auf die Antworten der Teilnehmerlnnen aus. BefOrchtungen uber die Anonymitat kènnen ent­stehen und dadurch wird die subjektive Anonymitat gesenkt. Zusammenfassend zeigt sich, dass ausfOhrlichen Datenschutzhinweise kontraproduktiv sein kènnen und ihr Einsatz gut uberlegt sein sollte.

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Year of publication2007
Bibliographic typeConferences, workshops, tutorials, presentations
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